KI-generierte Musik – ex und hopp
Eigentlich finde ich KI-generierte Musik schrecklich. Aber sie ist da … um zu bleiben. Hier ein Auszug aus einem Selbstversuch.
Schon ärgerlich, dass Kunst zur beliebigen Massenware verkommt. Da man aber besser über etwas reden/schreiben kann das man kennt, habe ich einen Selbstversuch mit Sumo, einem Liedgenerator für Ki-Musik gestartet. Ich war … erschrocken, wie einfach und schnell das geht. Keine 30 Minuten, inklusive Installation der App auf dem Tablet.
Die meiste Zeit hat die Vorarbeit, die Texterstellung, gedauert. Eine Idee haben, die in Text fassen, auf Englisch übersetzen (lassen). Korrektur lesen (lassen). Überall mit Unterstützung von KI. Wenn schon, denn schon!
Heraus kam bestimmt kein Meisterwerk, aber ein hörbarer Titel über 4.30 Minuten. Den Titel mit der Freeware erspare ich uns lieber. Der Minuten-Ausschnitt von der Bezahlversion ist bereits wesentlich besser für die Ohren.
Wenn man das einmal selbst gemacht hat, bekommt man eine Ahnung davon, was da auf uns zukommt.
Der Musik-Diskounter. Quick an dirty aus der Dose, für den schnellen Gebrauch und ebenso schnelles Vergessen, weil … da kommt ja schon wieder neues Dosenfutter. Was früher Tage oder vielleicht sogar Wochen gedauert hat, geht mit diesen Werkzeugen in Minuten.
Wir dürfen gespannt sein, mit welchen Sieben-Meilen-Stiefeln es weiter geht und wie sehr das unsere Hörgewohnheiten verändern wird. Denn eines steht fest: Die Ki-Musik ist gekommen, um zu bleiben.
Ich könnte dazu kommen, dass man zukünftig Musik genau nach dem derzeitigen Bedürfnis „just in time“ erstellen lässt und mal eben konsumiert.
Wie im Schnellrestaurant. Wenn man dann mal gutes Essen haben will, muss man zusehen, dass man einen Platz in einem herkömmlichen Restaurant reserviert bekommt und recht viel Geld für kleine Portionen und das Ambiente ausgeben.
Der schnelle „Genuss“ im Schnellrestaurant ist mittlerweile auch nicht mehr billig, nur schnell, minderer Qualität und im Überfluss verfügbar. Dazu ist das überaus ungesund und die Konsumenten neigen zur Übertreibung. Die Folgen sind bekannt: Adipositas, Herz-Kreislauf-Beschwerden usw.
Eine Blaupause für den zukünftigen Musikgenuss?
