Religionen …und was sie nicht sind!

Der IS strebt ein weltumspannendes Kalifat an

(Quelle: LENA – Leading-European Newspaper-Alliance)
Im Nahen Osten brennt es an allen Ecken. Die verschiedensten Terrorgruppen versuchen sich zu positionieren und die IS betritt vehement die Bühne der Öffentlichkeit, indem sie den Anschlag nahe der Grabstätte Soleimanis für sich reklamiert.
Die Terrormiliz Islamischer Staat kann der Versuchung nicht wiederstehen sich auch diesen Brennpunkt der öffentlichen Aufmerksamkeit zu sichern.
Typisch für die IS ist die menschenverachtende Ausführung, wenn sie mit ihren zwei Selbstmordattentäter 84 Menschen mit in den Tot reißt und 284 weitere Menschen zum Teil lebensgefährlich verletzt.

Die sunnitische Terrororganisation sprach bei diesem menschenverachtenden Akt von einem „doppelten Märtyrertod“, als sie Videos von diesem Irrsinn auf den üblichen Kanälen verbreitete.
Der IS geht es nicht um den Aufbau eines weltlichen palästinensischen Staates muslimischer Prägung, sondern um ein weltumspannendes System eines religiös geprägten sunnitischen Kalifats auf Grundlage der Scharia. Daher stehen sie den iranischen Schiiten und deren Verbündeten als Todfeinde gegenüber, weil sie sich nicht vollständig dem Gott unterwerfen. Das Gebiet der Palästinenser ist aber für sie von hohem Interessen, weil dort die heiligen Orte des Islam liegen, Jerusalem und die Al-Aqsa-Moschee.

Und dann geschieht das Undenkbare. Der Sprecher der IS, Al-Ansari, ruft in seiner Rede vor der Weltöffentlichkeit auf die Operationen auf die ganze Welt auszudehnen, gegen Juden, Christen und Schiiten. „Tötet sie, wo immer ihr sie findet!“ Er lehnt sich dabei an den Vers 191 der zweiten Sure des Korans an.
Damit vereinnahmt der IS die Meinungsführerschaft in diesem Konflikt für sich und botet die „Achse des Widerstandes gegen Israel“ von Hamas, Hisbollah im Libanon, schiitischen Milizen im Irak und Huthis im Jemen aus.

Die zivilisierte Welt hat mit solchen menschenverachtenden Terroristen nichts gemein, die ihre Henker offensichtlich aus dem afghanischen Islamischen Staat der Provinz Khorasan (ISPK) rekrutiert. Diese Terroristen verschanzen sich aktuell in der gebirgigen Provinz Kunar an der Pakistanischen Grenze und haben ganz andere Interessen als die Errichtung eines unabhängigen Palästinseserstaates. Sie rekrutieren sich aus patschunischen Kämpfern, afghanische Überläufern, usbekischen Extremisten, Veteranen aus dem Syrisch-irakischen IS. Die Palästinenser täten gut daran, sich dessen bewusst zu sein. Und der Rest der Welt ebenso!