Achim Füsting – Religionskritik (Originaltext)
Wenn ich in mir keine Ruhe fühl‘
Bitterkeit mein dunkles Herz umspült
Ich warte auf den nächsten Tag,
Der mir erwacht Wenn Finsternis den klaren Blick verhüllt
Kein Sinn mehr eine Sehnsucht stillt Ruf‘ ich mir herbei
Den einen Traum
Der sich niemals erfüllt
Und Du rufst in die Nacht Und
Du flehst um Wundermacht
Um ’ne bessere Welt zum Leben
Doch es wird keine andere geben
Wann kommt die Flut Über mich
Wann kommt die Flut Die mich berührt
Wann kommt die Flut Die mich mit fortnimmt
In ein anderes großes Leben Irgendwo
All die Zeit die schnell vorüberzieht
Jede Spur von mir wie Staub zerfliegt
Endlos weit getrieben
Von unsichtbarer Hand
Gibt es dort am kalten Firmament
Nicht auch den Stern, der nur für mich verbrennt
Ein dumpfes Leuchten
Wie ein Feuer in der Nacht
Das nie vergeht
Und Du siehst zum Himmel auf
Fluchst auf den sturen Zeitenlauf
Machst Dir ’ne Welt aus Trug und Schein Doch
es wird keine andere sein
Die Flut
Wann kommt die Flut
Über mich
Wann kommt die Flut
Die mich berührt
Wann kommt die Flut
Die mich mit fortnimmt In ein anderes großes Leben
Irgendwo
Witt&Heppner
Ich wollte erst den Begriff Wahn oder Wahnvorstellung allgemeingültig klären. Es ist die Basis, auf der wir uns auf den folgenden Seiten bewegen werden. Ich werde einige Selbstverständlichkeiten deutlich hervorheben, denen sich die Religionen verweigern, dies anzuerkennen bzw. gar nicht zur Kenntnis nehmen wollen. Ich versuche das Dilemma zu beschreiben, in dem sich religiöse Menschen befinden. Sie ignorieren diese allgemeingültigen Sätze und Selbstverständlichkeiten weitestgehend und ziehen sich hinter ihr eigenes Wahndenken zurück und schaffen sich neue eigene Wahnstrukturen als Begründung. Es ist eben auch ein typisches Merkmal vieler anderer Psychosen, für ihre Erkrankung neue Wahnbilder und Erklärungen zu schaffen. Und sie selber teilen ebenfalls dieses Symptom mit anderen psychotischen Wahnbildern.
Dies möchte ich auf den folgenden Seiten sichtbar machen. Mit der Verweigerung des logischen Denkens und Implementierung eines Glaubenszwanges in ihrer meist in der Kindheit aufgezwungenen Glaubensideologie schaffen sie die Basis und bereiten den fruchtbaren Boden für psychotisches Denken bei vielen Gläubigen. Sie übertragen ihre eigenen Wahnideen ihrer Lehre in große Teile der Gesellschaft. Sie sind also ursächlich der Initiator vieler Wahnerkrankungen, da sie dieses Wahnkonstrukt selber in viele Menschen und vor allem wehrlose Kinder indoktrinieren und eben durch ihre Lehre und Leitbild erst diese Wahnvorstellungen erschaffen.
Ein Wahnbild, aus dem sich hinterher viele Betroffene und vor allem die indoktrinierten Kinder aus eigener Kraft nicht mehr befreien können.
Doch erst einmal möchte ich den Begriff Wahnerkrankung ein wenig eingrenzen.
Karl Jaspers hat 1913 die Kriterien für Wahn als Krankheitssymptom durch folgende drei Punkte festgehalten:
1) subjektive Gewissheit
2) Unkorrigierbarkeit durch Erfahrung und zwingende Schlüsse
3) Unmöglichkeit des Inhalts.
Es ist eine Definition, die eigentlich jeder normale Mensch auch weitestgehend teilen und anerkennen sollte. Doch hier beginnt schon das erste Problem
In der Praxis wird das dritte Kriterium heute dahingehend spezifiziert, dass sich der Wahninhalt außerhalb des kulturimmanenten Erfahrungshorizonts befinden muss, da man ansonsten alle Gläubigen in die Psychiatrie einweisen müsste.
Auch wenn dieser religiöse Wahn als solcher als nicht behandelbare und krankhafte Erkrankung bewertet wird, so bleibt er dennoch ein tatsächlich vorhandener Wahn. Es spielt keine Rolle. Diese Definition von Jasper für Wahn erlaubt redlicherweise keine Einschränkung. Dennoch erfolgt eine Einschränkung durch die Psychiatrien und die Gesellschaft, da die Verbreitung dieser wahngesteuerten Denkkonstrukte große Teile der Bevölkerung betrifft. Es ist und bleibt ein Wahn, da alle diese drei Punkte auch bei religiös gläubigen Menschen zutreffen.
Man kann ja auch einen Biertrinker nicht zu einem Nichttrinker erklären, nur weil diese Sucht gesellschaftlich in großen Kreisen akzeptiert ist. Allenfalls geht es um die Behandlung der betroffenen Gruppe in der Gesellschaft, wie man damit umgehen möchte. Es bleibt ein Wahn, ebenso wie Biertrinker Alkohol trinken. Der Fakt als solcher ist also nicht in Frage zu stellen.
Nur die Gesellschaft selbst behandelt dies nicht als Wahn, da eben sehr viele Menschen von diesem Wahnbild betroffen sind. Die Gesellschaft selbst lebt zudem diese Wahnvorstellung in vielen Handlungen der Gläubigen aus. Dieser Wahn hat sich in vielen Strukturen der Gesellschaft eingenistet und bestimmt weitestgehend das gesellschaftliche Leben mit.
Die Berechtigung und Begründung ziehen die Religionen aus ihrer historischen Geschichte, deren Fakten sie selbst in den letzten fast zwei Jahrtausenden mit Gewalt und Terror geschaffen haben. Auch diese Gewalt werde ich in den folgenden Ausführungen darlegen. Sie verweigern sich der Anerkennung ihrer historischen Schuld an dem Tod, Leid und Terror an Millionen von Menschen.
So geht es am Anfang auch darum einige Selbstverständlichkeiten festzuhalten
So führt der Philosoph Bertrand Russell in einem Satz zu einer Frage folgende Antwort an:
Frage: „Glaubst du, dass es für viele Menschen einen praktischen Grund gibt, einen religiösen Glauben zu haben?“ „
„Nun, es kann keinen praktischen Grund geben, zu glauben, was nicht wahr ist. Das ist so, zumindest schließe ich es als unmöglich aus.
Entweder stimmt das Ding oder nicht. Wenn es wahr ist, sollte man es glauben, und wenn nicht, dann nicht. Und wer nicht herausfinden kann, ob es stimmt oder nicht, sollte das Urteil aussetzen. Es erscheint mir eine grundlegende Unehrlichkeit und ein fundamentaler Verrat der geistigen Integrität, einen Glauben zu halten, weil man ihn für nützlich hält und nicht weil man ihn für wahr hält. „
Es geht also um die Klarheit und Ehrlichkeiten in der eigenen Antwort. Bin ich als Gläubiger nicht dazu in der Lage, diesem Kernsatz der Redlichkeit Folge zu leisten. Dann bin ich auch nicht mehr fähig oder gar willens, meine Position glaubwürdig zu vertreten.
Sollte ich dazu nicht mehr in der Lage sein, kann man dann auch davon ausgehen, dass man selbst den religiösen Wahnideen verfangen ist. Die Folge wäre eine eigene Begründung mit religiösen Wahnvorstellungen, die nicht den Kriterien einer logischen, wahrhaftigen Begründung folgen kann. Sie erfüllen nicht mehr den Anspruch einer wahrhaftigen Diskussion und Begründung. Man kann dann auch von Geschwafel oder Geschwätz der betreffenden Person sprechen. Und somit sind sie Inhalt eines wahnhaften religiösen Denkprozesses.
Wie und warum das so wichtig für den Einzelnen, aber auch für die gesamte Menschheit ist, verdeutlicht der Philosoph Carl Friedrich von Weizsäcker.
“An sich ist Wahrheit intolerant; wer weiß, dass zwei und zwei vier ist, der kann zwar schweigen, aber er kann nicht ehrlich zugeben, es könnte auch fünf sein, und wenn das Wohl der Gemeinschaft davon abhängt, so muss er für diese Anerkennung kämpfen.
Toleranz als Wahrheitsneutralität ist selbstzerstörerisch.”
Es geht darum, der Willkür und dem Irrationalen und den daraus resultierenden Wahnvorstellungen entgegenzutreten, die eine falsche Aussage zur Folge haben kann. Deswegen ist es so wichtig, wie Bertrand Russell und v. Weizsäcker aufführt, für diese Werte des Wahren einzustehen und sie auch zu vertreten.
Und genau das habe ich jetzt mit diesem Kapitel hier vor.
Während ich diesen Artikel vorbereitete, hatte ich die Befürchtung, dass sich viele Menschen aufgrund ihrer jetzigen privaten Einstellung angegriffen fühlen. Doch genau das ist der Sinn von Kritik. Kritik soll aufrütteln und zum Nachdenken anregen. Einige werden dies als Hass abtun. Doch wer diese Position vertritt, der sollte folgendes bedenken. Wer berechtigte Kritik als Hass abtut, der hasst vor allem die Kritik. Und somit hat die Kritik schon mal den richtigen Menschen getroffen, deren Weltbild durch die Indoktrination wahnhaft verzerrt ist.
Lest bitte ganz in Ruhe, Punkt für Punkt diesen Absatz über Aufklärung durch. Und ihr werdet hinterher sehen. Es ist kein Funken Hass darin enthalten. Es ist nur eure persönliche Einstellung, die dies zum Hass erklärt. Ihr selber seid es, die diesen Hass in euch tragt. Es ist genau der Hass gegenüber anderen, den euch eure Religion mit ihrem Weltbild in euch indoktriniert hat. Es ist Bestandteil ihrer Ideologie. Dieser Hass und dieses Gift ist genau das, warum ich dieses wichtige Kapitel hier schreibe. Dieser Hass wurde zur eigenen Begründung genommen, um alle eure angeblichen Feinde und Kritiker zu töten. Es ist das Gift der Religionen, mit dem religiöse Menschen seit Jahrtausenden 100te Millionen Menschen getötet haben, die nicht ihrem Glauben und ihrer Ideologie folgen wollten. Und zusätzlich zerstörten sie die Psyche der Menschen mit ihrer wahnhaften Teufelsideologie. Es ist das Gift eurer Religionen und nicht der Aufklärer. Denkt mal drüber nach.
Es sind alles sinnvolle logische Erklärungen, auf dem Weg zu einem Bild, das nicht von religiösen indoktrinierten Wahnvorstellungen geprägt ist. Ja, es soll aufrütteln und zum Nachdenken anregen. Es wird aber auch den Wahn der religiösen Menschen offenbaren.
Es kann gut sein, dass mich danach viele Menschen ignorieren oder anfeinden. Doch es wäre schlimmer für mich, nicht meine Gedanken und logischen nachvollziehbaren Gründe dargelegt zu haben. Ich war ja selber Betroffener dieses wahnhaften religiösen Weltbildes. Und ich habe es euch nun ganz offen dargelegt. Mir ist es auch klar, dass viele auch erzürnt sein werden oder vielleicht auch aggressiv mir gegenüber. Weil bei vielen von euch ihr gewohntes Weltbild erschüttert wird, mit dem auch einige von euch euer gesamtes Leben begründet haben oder es noch tun. Doch das ist der Preis, den ich zahlen muss, um die Menschen in ihrer Entwicklung weiter zu bringen. Aufklärung ist eine Sache, die so lange fortdauert, wie es religiöse Wahnvorstellungen bei den Menschen gibt. Und sie versuchen dann, ihre Wahnideen anderen Menschen in irgendeiner Form aufzuzwingen. Und Aufklärung ist das probate Mittel, sich gegen diesen Zwang zu wehren.
Und genau dieses religiöse Weltbild von den “Gläubigen” will ich in Frage stellen.
Nun geht es aber darum. Auf welcher Basis können wir eine Ebene finden, in der eine Kommunikation stattfinden kann, die für alle ein Ergebnis liefert, das dann den Ansprüchen einer korrekten Unterhaltung gerecht wird. Die Ebene mit den Wahnvorstellungen wäre ja wohl wirklich nicht die geeignete. An Geschwafel und Geschwurbel dürfte ja kaum jemand Interesse haben.
Es ist also ein Armutszeugnis für die Menschheit, dass wir immer noch Debatten darüber führen müssen, warum ein auf Tatsachen basierendes Weltbild besser ist,als eines, das auf Märchen, Halbwissen, Wahnvorstellungen und Wunschvorstellungen beruht.
Fordern und nutzen wir uns also in unserem alltäglichen Sprachgebrauch eine Ausdrucksmöglichkeit, die uns eine verständliche Sprache ermöglicht, und dann auch allen gerecht wird. Sie ist die Basis für unsere Verständigung überhaupt. Ohne Einigung auf eine logisch verständliche Sprachebene ist ein sinnvoller Austausch untereinander ja gar nicht möglich.
Und schon seit vielen Jahrtausenden bemühen sich die Menschen, diese Ebene in der Philosophie zu finden.
Philosophie bedeutet die Liebe nach Wahrheit und Weisheit. Aus der Philosophie entwickelte sich später auch die Wissenschaft. Die Wissenschaft mit ihren logischen Schlussfolgerungen und ihrer korrekten Anwendung ist ein Kind der Philosophie.
Versuchen wir also, den Begriff Wissenschaft ein wenig zu beschreiben und einzugrenzen.
Dr. Steven Novella gibt hier wohl die Antwort in allgemeinverständlicher und korrekten Form.
“Was stellen sie sich unter Wissenschaft vor?
Es ist nichts Magisches daran.
Es handelt sich lediglich um eine systematische Art, gewissenhaft und gründlich die Natur zu untersuchen und die Resultate anhand stimmiger Logik auszuwerten.
Mit welchem Teil davon sind Sie nicht einverstanden?
Mit dem gründlichen Vorgehen?
Mit der gewissenhaften Beobachtung?
Mit der systematischen Herangehensweise?
Oder mit dem Gebrauch einer stimmigen Logik?”
Die Wissenschaft ist also nur ein Werkzeug oder eine Methode, um für die Menschen zu allgemein gültigen Erkenntnissen zu gelangen.
Dabei unterliegt die Wissenschaft selbst den Kriterien durch sorgfältiges Beobachten und Anwendung stimmiger Logik, dies zu garantieren.
Und jetzt geht es darum, die Kritik und Inhalte zu formulieren, weswegen wir den hiesigen Religionen den Spiegel vorhalten wollen. Wir wollen die Widersprüche aufzeigen, die sie mit ihren religiösen Wahnkonstrukten zu verantworten haben.
Henry Louis Mencken veranlasst dies zu folgendem Satz: “ Religionen stehen im Widerspruch zu allem, was ich verehre: Mut, Ehrlichkeit, klares Denken und vor allem Liebe zur Wahrheit.”
Volker Dittmar veranlasst dieser Sachverhalt zu folgender Stellungnahme: ”Nichts hat so versagt bei der Entdeckung des Unsichtbaren wie die Theologie. Nichts darin war so erfolgreich wie die Wissenschaft.”
Und in einem Kernsatz nennt Volker Dittmar der Religion und auch der Wissenschaft die Bedingung, die erfüllt sein muss, um dem dann auch zu entsprechen.
“Wahrheit setzt voraus, dass Beweise dafür existieren, die es als wahr zeigen.”
Eine größere Klatsche kann man sich eigentlich gar nicht für eine Religion vorstellen, die seit fast zwei Jahrtausenden der Gestalter und Gesetzgeber der Moralvorstellungen unserer Gesellschaft war. Damit sind sie schuldig an allen negativen Ausgestaltungen und Ereignissen, die sich in ihrem Zuständigkeitsbereich befanden. Wer sonst? Dies gilt es nun zu untersuchen und festzuhalten.
Bleibt jetzt noch die Aufgabe, die Rolle der christlichen Religionen zu beschreiben. Ich würde das gerne mit einem Vorwurf der Christen machen, mit der sie Wissenschaft und deren Methoden angreifen und um sich zu verteidigen.
Es verdeutlicht aber hiermit ihre Position und die unterschiedlichen Merkmale zwischen Wissenschaft und Religion.
Gunkl verdeutlicht diese beiden Standpunkte in seiner Stellungnahme:
“Es gibt ja die Behauptung von Gläubigen,dass das, was in der Wissenschaft an Befunden vorliegt, auch nur geglaubt wird. Sehr lustig, wie kümmerlich Glaube als Argument auf einmal ist, wenn jemand etwas anderes glaubt… Es ist aber auch nicht wahr. Wir haben dasselbe Wort für “Glauben” und “Annehmen”, aber in der Wissenschaft wird nicht “geglaubt”, so wie Gläubige glauben.– In der Wissenschaft wird “angenommen”. Eine Annahme ist begründet, und zwar ist sie in Beobachtungen begründet. Eine Annahme ist überprüfbar, und daher ist sie auch grundsätzlich widerlegbar.
Das heisst:
Wenn die Annahme stimmt, dann dürfen ein paar Sachen nicht passieren. Wenn man einen dreitürigen Kasten aus dem vierten Stock aus dem Fenster schmeißt und der braucht acht Minuten, bis er zu Boden gefallen ist, dann ist das, was wir annehmen, über die Schwerkraft zu wissen, falsch…
Bei Geglaubten ist das nicht so. Das, was geglaubt wird, wird entweder ohne Wissen oder gegen besseres Wissen geglaubt.”
Dazu möchte ich dann folgenden Einwand machen.
Der Glaube macht nichts wahr.
Er macht eine Sache noch nicht einmal wahrscheinlich wahr.
Er hat überhaupt keinen Einfluss darauf, ob das Geglaubte stimmt oder nicht. “Glaube” bedeutet einfach nur: “Ich glaube das, egal, ob es stimmt oder nicht.
Viele Menschen verstecken sich aber hinter dem Argument des “Glaubens”. “Nur, weil jemand an etwas glaubt, heißt dies nicht, dass es nicht unglaublich dumm sein kann.”
Und so finden sich alle Gläubigen dann im folgenden Sachverhalt wieder. “Du weißt weder, ob Gott ist, oder was er ist, aber das dann von ganzem Herzen.”
Und das ist die Position oder die Situation der Gläubigen, in der sie sich befinden.
Somit hätten wir die drei Themengebiete “Glauben”, “Wahnvorstellungen” und “Philosophie, Wissenschaft” und ihre Stellung in der öffentlichen Diskussion beschrieben.
Ich möchte diese Positionen zur besseren Verständlichkeit aber noch deutlicher hervorheben.
Jerry Coyne hebt diese Position in seiner bemerkenswerten Stellungnahme hervor. Er arbeitet die Position des vernünftigen Denkens und Handelns in wenigen Sätzen verständlich auch für die Gläubigen aus.
“Wissenschaftler werden des “Glauben an die Vernunft” bezichtigt. Die Vernunft ist aber keine vorausgehende Annahme, sondern ein Werkzeug, das sich als funktionstüchtig erwiesen hat. Wir “glauben” nicht an die Vernunft, wir benutzen sie, und wir benutzen sie, weil sie Resultate und fortschreitendes Verständnis hervorbringt….
wissenschaftliches Denken hat Antibiotika, Computer und die Fähigkeit, den Baum des Lebens durch die Sequenzierung der DNS verschiedener Arten zu rekonstruieren, hervorgebracht. Selbst wenn wir darüber diskutieren, ob wir die Vernunft verwenden sollten, ist der Gebrauch der Vernunft involviert.
Vernunft ist ganz einfach die Art, auf die wir unsere Ansichten rechtfertigen, und wer sie nicht verwendet- ob er religiöse oder wissenschaftliche Ansichten rechtfertigt- verdient niemandes Aufmerksamkeit.”
Die Gläubigen lassen nun nichts unversucht, dieses Dilemma mit ihrer logischen Inkompetenz zu umgehen und ändern ihre Formulierung- und Denkstrategie.
Damit beenden sie aber nicht ihr Dilemma, sondern schaffen sich weitere Schwachpunkte. Sie sind aufgrund ihrer wahnhaften Behauptungen gar nicht in der Lage, eine korrekten logischen Begründungen zu geben. Das Dilemma, das sie haben, ist aber ursächlich mit der wahnhaften Struktur ihrer Ideologie und Gotteswahnbilder verknüpft. Es ist ihnen daher gar nicht möglich. So unternehmen sie nur weitere klägliche Versuche, mit Positionswechseln in der Begründung, den Kopf aus der Schlinge zu ziehen.
George Smith zeigt dies deutlich in seiner Begründung und widerlegt diesen Versuch in seiner Stellungnahme mit seinen Ausführungen.
“Vernunft und Glaube unterscheiden sich dem Christen zufolge, weil sie unterschiedliche Aufgaben zu erfüllen hätten.
Die Vernunft tue, was sie könne, habe aber wie jedes Werkzeug seine Grenzen. Dann müssten wir uns einem anderen Werkzeug zuwenden -dem Glauben-, um die Wahrheit zu erfassen, die jenseits der Vernunft lägen.
Der Glaube ersetze oder komplettiere die Vernunft…
Vernunft ist aber nicht ein Aspekt des Denkens; sie ist die Fähigkeit zum abstraktem Denken selbst. Die Fähigkeit des Menschen zur Konzeptualisierung… macht ihn zum rationalen Tier.
Die Vernunft ist nicht ein Denkwerkzeug unter vielen; sie ist die ganze Werkzeugkiste. Wer dafür plädiert, die Vernunft in gewissen Fällen zu verwerfen, der plädiert dafür, das Denken zu verwerfen.
Man findet sich in einer Situation wieder, in der man eine Aufgabe zu erfüllen versucht, nachdem man das nötige Werkzeug weggeworfen hat.”
Mike Aus beschreibt diesen Konflikt zwischen Glauben und Wissen wie folgt:
“Als ich als Pfarrer arbeitete, beschönigte ich oft den Konflikt zwischen der wissenschaftlichen Weltanschauung und der Perspektive der Religion. Ich sagte, die Erkenntnisse der Wissenschaft, stellten keine Bedrohung für den Glauben dar, da Wissenschaft und Glaube >>verschiedene Arten der Erkenntnis<<< seien und kein Konflikt bestehe, da sie versuchten, unterschiedliche Fragen zu beantworten. Die Wissenschaft konzentriere sich darauf>>wie<< die Welt zustande kam, und die Religion beschäftige sich mit der Frage>>warum<< wir hier sind. Ich lag absolut falsch. Es gibt keine verschiedenen Arten der Erkenntnis. Es gibt >>wissen<< und >>nicht wissen<< und das sind die einzigen beiden Optionen in dieser Welt.”
Nähern wir uns einmal weiter den Vorstellungen der religiösen Menschen und warum sie mit ihren logischen Begründungen immer wieder scheitern. Einfach scheitern müssen, da sie einfach keine Grundlage für logische Begründungen haben. Es fehlt ihnen einfach an der dafür erforderlichen logischen Begründung und Beweisbarkeit ihrer Behauptungen. Und genau das führt sie immer wieder in ihr Dilemma. Sie können es einfach nicht. Weil es nicht geht.
Raphael Dorigo fasst das in seiner Auslassung so zusammen:
“Gott konnte nie bewiesen werden. Alles was wir haben, ist die Behauptung, es gebe da einen unerfassbaren hebräischen Zauberer jenseits von Zeit und Raum, der sich genauso verhält, als würde er nicht existieren, obwohl er sich angeblich nach einer Beziehung zu jedem Menschen sehne und alles Übel verhindern könne und wolle. Es ist die logische Standardhaltung, ungerechtfertigte, außergewöhnliche Behauptungen dieser Art, die das Leben derart beeinflussen, nicht anzunehmen-
alles andere ist schlicht Naivität, ein Opfern des Denkens und ein Verstoß gegen die Vernunft, was erschreckende Gleichgültigkeit gegenüber der Wahrheit zeigt. Denkende Menschen gelangen ausschließlich über logische Fehlschlüsse zum Glauben, und die Bibel hat jeden einzelnen Wettstreit gegen die Wissenschaften verloren.”
Und nun finden sich die religiösen Menschen immer in dem Dilemma wieder, dem sie aber nicht entrinnen können.
Richard Dawkins fasst diesen Aspekt wunderschön mit folgenden Worten zusammen.
“Ich bin ein Gegner der Religion. Sie lehrt uns, damit zufrieden zu sein, dass wir die Welt nicht verstehen.”
Und die Position der Gläubigen, die sie dann immer versuchen zu erklären, lässt dann solche Kommentare von ihnen zurück.
“Wenn man Gott kritisiert, so entgegnen die Gläubigen, dass man über Gott nichts wissen könne. Seine Wege seien unerforschlich. Im nächsten Augenblick wissen Gläubige genau, was Gott will oder was nicht- zumindest geben sie es vor, das zu wissen. Wenn man Logik einsetzt, um einen Einwand gegen Gott vorzubringen, behaupten die Gläubigen, dass Gott nicht der Logik unterliegt.
Wenn man dann sagt, dass Gott nicht gut ist, weil er Übel zulässt, meinen sie, dass freier Wille und Vermeiden von Übeln logisch nicht möglich seien – bei einem Gott, dessen Handeln nicht durch Logik beschränkt sei. Er steht über der Natur, kann aber nichts, was gegen die Natur der Dinge verstößt. Dann werfen sie den Kritikern Beschränktheit vor, weil sie das nicht akzeptieren.
Kurz. Glauben gibt einem Halt, weil man an haltlose Dinge glaubt. Es gibt einem Sicherheit, weil man seine Unsicherheit überspielt und nicht zur Kenntnis nimmt.”
Und dann kommt Burger Voss zu folgendem Ergebnis, um die Situation der Gläubigen aus der Sicht eines Kritikers zu beschreiben.
“Es ist doch erstaunlich, mit welcher Hartnäckigkeit die Apologeten von der Wissenschaft Beweise verlangen, die sie dann gar nicht verstehen oder verstehen wollen. Gleichzeitig erklären sie die Existenz Gottes zu einer Glaubensfrage, die man nicht beweisen müsse. Das gefühlte hohe Ross, auf dem sie sitzen, steht in Wirklichkeit auf einem Kinderkarussell.“
Einerseits geben sie immer wieder vor, um das Wohlergehen der Menschen besorgt zu sein, gleichzeitig fordern sie aber dem Verstand temporär oder dauerhaft zu entsagen. damit widersprechen sie sich selber. Abseits der Kenntnis der Realität und der menschlichen Natur kann es kein Wissen darüber geben, was für den Menschen gut ist, und diese Kenntnis kann einzig mithilfe des Verstandes erlangt werden.
Ich bin Sam Harris dankbar, diese Positionen in seinem Statement klar und deutlich aufzuzeigen.
“Keinerlei Veränderung dieser Welt beziehungsweise der Welt ihrer Erfahrungen hat es bis dahin fertiggebracht, (den Mullahs, Rabbis und Priestern), die Falschheit vieler ihrer innersten Glaubensinhalte plausibel zu machen.
Dies bestätigt, dass solche Glaubensinhalte nicht das Ergebnis irgendeiner Erforschung der Welt beziehungsweise der Welt ihrer Erfahrung sind…
Es scheint, als hätte nicht einmal der Holocaust die Juden dazu gebracht, die Existenz eines allmächtigen und ihnen wohlgesonnenen Gottes in Zeifel zu ziehen.
Wenn aber nicht einmal die Tatsache, dass ein halbes Volk systematisch vernichtet und verbrannt wurde, als Beweis gegen die Ansicht gelten kann, ein allmächtiger Gott sorge sich um unsere Interessen, dann erscheint die Annahme vernünftig, dass dies durch gar nichts zu bewerkstelligen ist. Woher weiß der Mullah, dass der Koran das buchstabengetreue Wort Gottes ist? Die einzige Antwort, die sich in irgendwelcher Sprachen auch immer geben lässt, ohne dem Wort <>Hohn zu sprechen, lautet.-
Er weiß es nicht.
Ich möchte einen Kernsatz für alle Gläubigen, aber auch für alle anderen mal deutlich herausstellen:
“Man kann den Glauben an Gott nicht verteidigen, indem man ihn als <> bezeichnet, die <>, denn jede Erkenntnis basiert auf einen logischen Rückschluss von einer Wahrnehmung auf deren Ursache und unterliegt damit den Regeln der Logik.”
So suchen sie immer weiter nach neuen Wegen und Begründungen, ihre wahnhaften Gottes- und Weltbilder zu rechtfertigen.
So schufen sie sich nun den Begriff der Transzendenz, um ihren Notstand in der Argumentation zu umgehen. Nun mein Volker Dittmar aber zu diesem Versuch der Begründung:
“Transzendenz meint den Bereich, über den man aus der Erfahrung nichts wissen kann… Der Verweis, dass man Transzendenz nur über den Glauben “erfahren” könne, sagt nichts weiter, als dass man eine Erfahrung von etwas hat, über das, der Definition nach, niemand eine Erfahrung haben kann.
Man hat etwas “erfahren”, von dem man nichts erfahren kann- man tut aber so. Kurz, man gibt vor, etwas zu wissen, was man nicht weiß. Genau das ist der Unsinn.
Man kann keine Erfahrung und kein Wissen von oder über etwas haben, was der Erfahrung nicht zugänglich ist. Dass man das “glauben” kann, bedeutet nichts weiter als: Man kann also vorgeben, man wüsste etwas, was man nicht weiß. Man kann sich selbst und/oder anderen vorschwindeln, man wüsste etwas.”
Der Philosoph Feuerbach beschreibt den Sachverhalt folgendermaßen:
“ Das Denken ist das Vermögen der Objektivität im Menschen.- Wer darum nicht von sich selbst abstrahieren kann, wie z,B. ein blosserer Gefühlsmensch, ist unfähig des richtigen Denkens, unfähig der Wissenschaft, oder kommt er in sie, so stiftet er nur verderben.”
Es geht also um die Fähigkeit, die adäquat richtige Logik zu nutzen und einsetzen zu können, um die richtigen Ergebnisse liefern zu können. Was hilft es, wenn ich versuche, wissenschaftlich zu denken oder zu arbeiten, wenn ich nicht bereit bin, die Ergebnisse der Untersuchung folgerichtig zu akzeptieren.
Vorgegebene Untersuchungsergebnisse, wie bei den Christen in ihrer Philosophie gefordert, machen eine Untersuchung praktisch wertlos. Die Untersuchung und der Untersuchungsgegenstand liefern das Ergebnis und nicht der Wunsch nach einem vorgegebenen Ergebnis. Man stellt sich da die berechtigte Frage. Merken diese angeblich intelligenten Menschen ihre Blödheit und Inkompetenz nicht selbst.
Was braucht es bei ihnen, die Wesensmerkmale einer korrekten Forschung und Wissenschaft zu verdeutlichen? So bleibt dann nur die Feststellung. Wenn sie es tatsächlich nicht können, dann bleibt als Erklärung nur noch eine wahnhafte Denkstruktur.
Ihr Glaube hat ihren Kopf so verdreht, dass ein korrektes logisches Denken für sie nicht mehr möglich ist. Sie sind selbst Opfer ihrer eigenen wahnhaften Vorstellungen geworden. Religion zerstört die Psyche und Denkstruktur von einstmals gesunden Menschen. Sie macht sie zu unfähigen Trotteln. Welchen stärkeren Beweis bleibt es dann noch zur Bestätigung dieser These?
So ist die christliche Philosophie mit Vorgaben vorbelastet und orientiert sich an der christlichen Offenbarung. Es ist also wie in der Wissenschaft sonst üblich kein ergebnisoffener Prozess mehr, da große Teile der Antworten einfach vorgegeben und eingeschränkt sind. Sie orientieren sich selbst an wahnhaften Erklärungsvorgaben.
Es ist also keine Wissenschaft mehr und im engeren Sinne auch keine Philosophie mehr. Die Definition von Philosophie bedeutet nämlich die “Liebe nach Wahrheit und Weisheit.” Eine Bestätigung vorgegebener Antworten ist ein Nachplappern eigener Werte- und Sinnvorstellungen.
Auch wenn sie dies dann christliche Philosophie nennen, hat dies mit der Philosophie im wissenschaftlichen Sinne nichts mehr zu tun. Die Kritikfähigkeit und Aussagefähigkeiten bei den Untersuchungen ist einfach nicht gegeben. Sie sind nicht dazu fähig, eine adäquat notwendige richtige Logik anzuwenden. Und somit sind alle Ergebnisse wertlos und nicht beachtenswert. Sie bestätigen eigentlich nur ihre eigenen Wahnvorstellungen. die sie als Vorgabe definiert haben.
Und als Wissenschaftler oder auch als Kritiker dieser Schrift hier sollte man den elementaren Unterschied zwischen eigener Meinung und Fakten kennen. Die genaue Anwendung dieser Begriffe und der richtige Gebrauch hat nämlich die Wissenschaft zur Wissenschaft gemacht. Eine eigene Meinung ist noch lange kein Fakt. Und das Ergebnis kann man sich auch nicht herbeiwünschen oder befehlen.
Und so kommt es, dass Millionen von Menschen behaupten, Gott spreche zu ihnen… Dass Uneinigkeit bezüglich Gottes Botschaften und Absichten besteht und dass es keinerlei Beweise dafür gibt, dass Gott mit Menschen spricht… sagt uns eines von zwei Dingen.
1. Die Leute die angeblich Gottes Stimme hören, halluzinieren und sollten deshalb medizinische Behandlung in Anspruch nehmen, oder
2. Diese Leute lügen zum eigenen Vorteil.
Religion erlaubt es ihnen, Beweise und Argumente zu ignorieren, ohne sich dabei dumm und ungebildet vorkommen zu müssen.
Und würde das alles noch nicht reichen, schreibt die Kirche den Gläubigen dann in ihren Dogmen auch noch vor, was sie zu glauben haben.
Dogmen sind grundlegende Lehrsätze der Kirche. Sie meint selbst dazu. Dogmen seien durch Gott offenbarte “Wahrheiten”. Die Glaubensdogmen der katholischen Kirche sind auf ewig wahr und deshalb unveränderbar.
“Blind zu glaubende Tatsachenbehauptungen, also genau das Gegenteil von Wissen, bilden den Kern der abrahamitischen Religionen.
Das christliche Glaubensbekenntnis und die Dogmen sind nicht etwa eine ethische Selbstverpflichtung zu Vergebung und Nächstenliebe, sondern eine Liste von 245 unplausiblen Behauptungen über die Welt, die beweislos geglaubt werden sollen und für Gläubige müssen.
Wer nicht beweislos an die Auferstehung Jesu glaubt, der kommt in die Hölle. Diese Dogmen sollen unkritisch und beweislos als “wahr” akzeptiert werden. Das Auftauchen gerechtfertigter Zweifel an diesen Behauptungen gilt als Charakterschwäche oder Loyalitätsmangel. Damit propagieren diese Religionen das Nichtnachdenken als eine Tugend.
Kardinal Wetter führt dazu aus. „Man kann sich nicht nach Beliebigkeit nur die Rosinen aus der Glaubenslehre für sich herauspicken. Man muss als Katholik das gesamte Paket an Dogmen ernsthaft glauben. Denn es sind lauter “Glaubenswahrheiten”. Wer an einem Dogma zu zweifeln wagt, ist schon kein gläubiger Christ mehr, sagen die Kirchenjuristen.”. Nur kennen die meisten Katholiken gar nicht mal die Dogmen, geschweige denn ihren wahnhaften Inhalt. Die alten Schriften und Dogmen sind schließlich heilig und in Ewigkeit gültig, weil sie vom lieben Gott durch den Anhauch des “Heiligen Geistes” persönlich diktiert worden sind. So die Position der katholischen Kirche.
Und so kommt es, dass alle Katholiken an diese wahnhaften Dogmen glauben müssen.”
Folgende Aussagen und Dogmen müssen Gläubige widerspruchslos akzeptieren, um Mitglied in ihrem Glaubensverein zu sein. Die katholische Kirche versucht 245 Dogmen als “ewige Wahrheit” zum Zwangsglauben in die Gläubigen zu indoktrinieren.
1 Gott, unser Schöpfer und Herr, kann aus den geschaffenen Dingen durch das natürliche Licht der Vernunft mit Sicherheit erkannt werden.
4 Die Seligen des Himmels besitzen eine unmittelbare, intuitive Erkenntnis des göttlichen Wesens.
6 Um Gott wirklich unmittelbar zu schauen, bedarf die Seele des Glorienlichts. 9 Gott ist absolut vollkommen.
10 Gott ist in jeder Vollkommenheit absolut unendlich.
12 Es gibt nur einen einzigen Gott
14 Gott besitzt eine unendliche Erkenntniskraft. 21 Gott erkennt alles bloß Mögliche
24 Das Wollen Gottes ist unendlich.
26 Gott ist allmächtig.
28 Gott ist unendlich gerecht.
29 Gott ist unendlich barmherzig.
30 Gott ist absolut wahrhaftig.
35 Es gibt in Gott zwei innergöttliche Hervorgänge 39 Der heilige Geist geht nicht durch Zeugung hervor. 44 Alles, was existiert, wurde seiner Substanz nach, von Gott aus nichts hervorgebracht.
46 Die Welt wurde zur Verherrlichung Gottes geschaffen.
49 Gott hat die Welt gut erschaffen
51 Gott hat die Welt allein geschaffen
54 Der erste Mensch wurde von Gott geschaffen
59 Die Stammeltern waren vor dem Sündenfall mit der heiligmachenden Gnade ausgestattet.
61 Die Stammeltern verloren durch die Sünde die heiligmachende Gnade und zogen sich den Zorn und Unwillen Gottes zu.
62 Die Stammeltern verfielen dem Tod und der Herrschaft des Teufels
63 Die Sünde Adams ist durch Abstammung, nicht durch Nachahmung auf alle seine Nachkommen übergegangen.
64 Die Erbsünde wird durch natürliche Zeugung fortgepflanzt.
68 Die Natur der Engel ist geistig
71 Der Teufel besitzt auf Grund der Sünde Adams eine gewisse Herrschaft über die Menschen
72 Jesus Christus ist wahrer Gott und wesenhafter Gottessohn
83 Jesus Christus ist auch als Mensch der natürliche Sohn Gottes.
88 Der Sohn Gottes ist Mensch geworden, um die Menschen zu erlösen
89 Der gefallene Mensch kann sich nicht selbst erlösen.
90 Jesus Christus ist den Menschen, Gesetzgeber und Richter.
98 Maria ist wahrhafte Gottesmutter
100 Maria war Jungfrau vor, in und nach der Geburt
usw. usw.
Ich unterbreche hier die Auflistung der religiösen WahnvorstellungenDiese kurze Liste von genau 245 wahnhaft erzeugten Aussagen zeigt aber exemplarisch, was die Gläubigen letztendlich alles widerspruchslos hinnehmen müssen, um als gläubige Christen zu gelten. Dies verdeutlicht aber, was für einen Schaden sie an normal denkenden Menschen und der Gesellschaft angerichtet haben.
Was haben sie da in die Gehirne der Menschen eingetrichtert? Jedes dieser “Argumente” würde sonst in einer Psychiatrie ausreichen, um über eine Dosiserhöhung nachzudenken.
Sie fordern von den Gläubigen zudem uneingeschränkte Gehorsamkeit bei gleichzeiter Androhung einer ewigen Folter in der Hölle. Alle Nicht- und Andersgläubigen werden mit ewiger Höllenqual bestraft. Nennt man dies nicht Faschismus.
Die Anhänger der hiesigen Religion sind Opfer eines faschistischen Rachegottes geworden,- oder deren Vertreter, die sich dafür ausgeben und die Regeln und Inhalte dieser Ideologie bestimmen.
Und sie bezeichnen ihn noch als ihren “Lieben Gott”. Wie sehr hat die Indoktrination dieser rassistischen Lehre den Kopf verdreht. Einen der mit ewiger Hölle droht, ihren “Lieben Gott” zu nennen.
Und sie verlangen dann noch unbedingten Gehorsam gegen Kirche und Religion und ihren angeblichen Gott.
Das direkte Gegenstück zur Tugend der Vernunft und ihrer Folgesätze ist die Primärtugend der religiösen Moral: Gehorsamkeit.
Es ist dies die konkrete Bedeutung von Glauben. In Handlung übersetzt bedeutet Glauben, ohne Bedacht, ohne Berücksichtigung der natürlichen Konsequenzen der eigenen Handlungen zu handeln, weil eine Autorität es von einem verlangt..
Wenn es etwas gibt, das sich einheitlich durch die Bibel zieht, so ist es, dass man Gott gehorchen muss. Punkt.
Wenn Gott Anbetung gebietet, muss der Mensch anbeten. Wenn Gott Liebe gebietet, muss der Mensch lieben… Wenn der Gott Mord gebietet, dann muss der Mensch morden..
Und genau das bedeutet Religion und fordert dies dann auch mit Gehorsamserfüllung ein.
Um dann die Ziele auch durchzusetzen, wurde und wird der Gläubige durch Höllenandrohungen und sonstige Horrorszenarien gefügig gemacht.
Die Psychiatrie ist voll mit Menschen, die in irgendeiner Form von religiösen Wahngedanken nicht mehr im Leben klarkommen.
Ich habe es ja im eigenen Leben selber erfahren müssen. Es sind die Mechanismen, wie sie die Gläubigen nach innen an sich binden und ihren Gehorsam einfordern. Sie machen dies mit permanenten Psychoterror und Erzeugung von Angst.
Wisst ihr, was für mich das größte Verbrechen der Religionen ist. Dass sie am Lebensende der Menschen ihr Tor zur Hölle aufgebaut haben. Damit beschreibe ich nun den Psychoterror die sie nach innen aufgebaut haben.
“Eine weitere Lieblingstechnik der liberalen Theologen ist das Ignorieren des Unangenehmen. Diese Dogmen, die von der Hilfe der Interpretation ausgeschlossen sind, werden behandelt, als existieren sie nicht. Dies ist besonders augenfällig beim Beispiel der Hölle.
Eine Verschwörung des Schweigens umhüllt diesen altehrwürdigen christlichen Glaubenssatz, und in modernen theologischen Werken sucht man detaillierte Abhandlungen dazu vergeblich.
Die Autoren des neuen Testaments beschreiben die Hölle lebhaft und versuchen in keiner Weise, das schreckliche Schicksal zu verhüllen, das Ungläubige erwartet.
Auch die großen christlichen Theologen nehmen die Hölle ernst… Leugnet der Liberale die Hölle, so muss er die Wichtigkeit des Christentums erklären, da es nun nichts mehr gibt, wovor man <> werden müsste.
Gesteht er die Existenz der Hölle ein, so muss er ihre üble Grausamkeit mit dem Bild einer Religion der Liebe und des Mitgefühls vereinbaren.”
Wenn Jesus als Urteilskriterium im Jüngsten Gericht die Frage nach der diesseitigen Barmherzigkeit herausstellt, so wird dies gerade von apologetischen Theologen als lobpreisend erwähnt. Dabei wird aber gerne unterschlagen, dass der selbe Jesus für die mangelhafte diesseitige Barmherzigkeit ewige jenseitige Folterqualen androht.
Eine Unbarmherzigkeit, die die angeprangerte irdische Unbarmherzigkeit unendlich übersteigt.
Charles Darwin veranlasst dies dann zu einem Kommentar dieser für uns alle schrecklichen Kirchenlehre.
“Und in der Tat, ich kann es kaum begreifen, wie jemand, wer es auch sei, wünschen könne, die christliche Lehre möge wahr sein; denn, wenn dem so ist, dann zeigt der einfache Text des Evangeliums, dass die Ungläubigen, und ich müsste zu ihnen meinen Vater, meinen Bruder und nahezu alle meine besten Freunde zählen, ewig Strafe verbüßen. Eine abscheuliche Lehre.”
Christopher Hitchens bringt die ganze Sache mit einem Satz auf den Punkt. “Gott liebt dich so sehr, dass er für den Fall die Hölle geschaffen hat, falls du ihn nicht lieben willst.” Die Situation mit der Höllenandrohung wird lebhaft im folgenden Statement wohl realistisch eingeordnet.
“Gott sagt: << Tue was du möchtest, aber wenn du die falsche Entscheidung triffst, wirst du für immer in der Hölle gefoltert werden.>>
Das ist kein freier Wille. Es ist dasselbe, wie wenn ein Mann zu seiner Freundin sagt: <>Wenn ein Mann sowas sagt, bezeichnen wir ihn als Psychopathen und verlangen seine Verwahrung. Wenn Gott dasselbe sagt, bezeichnen wir ihn als<>und bauen Kirchen zu seiner Ehre.”
Weitere Erhellung zu dem Thema Hölle bietet folgende kleine Notiz.
“Viele Theologen zögern,wenn es darum geht, Jehovah aus dem alten Testament mit dem christlichen Gott des neuen Testaments gleichzusetzen. Der christliche Gott, so versichern sie uns, sei ein Wesen voller Liebe und Gnade. Diese Behauptung ist allerdings schwer zu verteidigen. Zwar war der alte Gott gewalttätig, aber immerhin beschränkte er seine Auferlegungen von Elend auf dieses Leben. Der christliche Gott allerdings verlängert angeblich dieses Elend um eine Ewigkeit.”Volker Dittmar bringt das dann so auf den Punkt.
“Die Vorstellung, dass man eine freie Wahl zum Glauben hat, wenn man dabei gleichzeitig an die Hölle glaubt, ist absurd.“
Und so kamen oftmals die ersten Kritiker und Aufklärer dieses religiös faschistischen Wertebildes aus den eigenen Reihen. Wichtig für die Kritiker war die Erfindung des Buchdruckes. So fanden die Schriften dann auch eine größere Verbreitung.
Wie wichtig die Schrift für die Priester ist und war, zeigt das Verhalten der katholischen Kirche im Gebrauch der biblischen Schriften. Bis ins Mittelalter war es dem allgemeinen Menschen verboten, die Bibel zu lesen. Das war nur dem Klerus vorbehalten.
Die Kirche wollte das Deutungsmonopol als Mittler zwischen Gott und den „Gläubigen“ nicht aus der Hand geben. Sie wollte nicht nur das Deutungsmonopol behalten, zusätzlich manipulierte sie selbst seit Beginn der Religionsgemeinschaft die Inhalte und ergänzte sie nach ihren Vorstellungen. So war die Kirche Schöpfer, Manipulator und Ausleger der Inhalte in einer Person. Deshalb kam die frühe Kritik an der damals vorherrschenden Weltordnung und dem Gottesbild auch oftmals aus den eigenen Reihen. Anderweitige Kritik und Widerstand wurden somit weitestgehend durch Leseverbot und Vorenthalten der Information von vornherein ausgeschlossen.
Und weil sowieso die meisten Menschen leseunkundig waren, konnte der Widerstand nur aus den lesekundigen eigenen Reihen kommen. Der Widerstand gegen die damals vorherrschende biblische Auslegung kostete tausende Wissenschaftler, Widerständler und Freidenker das Leben. Die Schrift und die Gottesbilder sind die wichtigsten Elemente, damit ein Gott überhaupt überleben konnte.
Ohne Schrift und Darstellung gäbe es keine Götter. Was am Anfang eine vielleicht positive Funktion der eigenen Schaffung bei den ersten Göttern für die Menschen war, wurde nun durch Priester und Kirche in eine Erpressungssituation gegen die Gläubigen umgewandelt. Der Blitzableiter für die Psyche der bedrohten angstvollen Menschen wandelt sich nun selber durch die Kirche und deren Priester in eine zusätzliche Bedrohung.
Man erkennt die Parallelen sehr gut, wenn man dies in die heutige Zeit projiziert. Leseverbote und Zensierungen sind auch heute noch in religiös und politisch totalitären Systemen an der Tagesordnung. Historisch betrachtet war dies aber immer schon gängige Praxis der Herrschenden.
Was ist denn nun Religion? Wie funktioniert das?
Religion: Religion ist die Methode, Menschen Schuld einzureden, die sie nicht haben, um sie zu Handlungen zu erpressen, die sie nicht wollen.
Sie reden einem das nur nicht ein. Sie machen das, wie oben aufgezeigt, mit Psychoterror.
Und bei der Verbreitung dieser wahnsinnigen Höllenlehre nutzen sie gnadenlos Folter und Terror als ihr Instrument um ihre Ziele zu erreichen, um sich alle Anders- und Nichtgläubigen ihrer Religion gefügig zu machen.
Sie definierten sich immer schon als Religion der Liebe. Die Historie sollte dies dann auch in ihrer Geschichte aufzeigen und darlegen. Anhand dieses Kernsatzes ihres Selbstverständnisses ihres Leitbildes und ihrer Erlöserreligion sollten wir sie messen. Wenn nicht ihre Historie dies tut, was soll denn anders ihre tatsächlichen Handlungen und ihre wahrhaftige Ideologie aufzeigen.
Wir können ihr tatsächliches Verhalten eben nur anhand ihrer Historie aufzeigen, um ein realistisches Bild von ihnen zu erhalten. Also messen wir sie nun anhand ihrer Geschichte.
Gerade nach der Verkündung des imperialen Erlasses im Jahr 315 begann auch die Vernichtungsmaschine der Christen sofort sein fürchterliches Werk. Die Tempel der heidnischen Kultur wurden zerstört und die Priester ermordet.
Seit der offiziellen Gründung bis ins Jahr 600 wurden tausende heidnische Menschen ermordet.
Bei Ausübung eines heidnischen Gottesdienstes drohte die Todesstrafe. Der christliche Imperator Theodosius ließ Kinder hinrichten, weil sie mit Überresten heidnischer Statuen gespielt hatten.
Ab dem 6. Jahrhundert erklärte man Heiden für rechtlos.
Die weltberühmte Gelehrte und Philosophin Hypatia von Alexandria wurde 415 von einem christlichen Mob unter der Führung eines Predigers namens Petrus mit Glasscherben regelrecht zerstückelt, anschließend warf man ihren Leichnam in einen Abort.
Anhand der Judenmorde der Christen würde ich gerne eine Gruppe herausgreifen, um exemplarisch das mörderische Handeln der Christen aufzuzeigen.
Schon im 4. und 5. Jahrhundert brannten Christen Synagogen nieder.
In der Mitte des vierten Jahrhunderts wurde die erste Synagoge auf Befehl des Bischofs Innozenz von Dertona, Norditalien, zerstört. Die erste Synagoge, die niedergebrannt wurde, hatte in der Nähe des Euphrat gestanden. Den Befehl zu ihrer Zerstörung erteilte der Bischof von Kallinikon im Jahr 388.
694 beschließt das 17. Konzil von Toledo, die Juden zu versklaven, ihr Eigentum zu konfiszieren, und ihre Kinder zur Taufe zu zwingen.
1010 ließ der Bishop von Limoges die Juden der Stadt, die sich nicht zum Christentum bekehren wollten, vertreiben oder umbringen. 1096 Zu Beginn des Ersten Kreuzzugs wurden Tausende Juden erschlagen, im Ganzen vielleicht 12.000. Unter anderem waren betroffen: Worms am 18.5.1096, Mainz am 27.5.1096 (1100 Personen), Köln, Neuss, Altenahr, Wevelinghoven, Xanten, Moers, Dortmund, Kerpen, Trier, Metz, Regensburg, Prag (alle in Deutschland außer Metz und Prag).
1147 Ebenfalls zu Anfang des Zweiten Kreuzzugs erschlug man in den französischen Orten Ham, Sully, Carentan, und Rameru mehrere Hundert Juden.
1189/90 Die jüdischen Gemeinden Englands plünderte man aus Anlass des Dritten Kreuzzugs.
1235 wurden in Fulda 34 jüdische Männer und Frauen umgebracht.
1257 und 1267 beseitigte man die jüdischen Gemeinden von London, Canterbury, Northampton, Lincoln, Cambridge, und anderen Städten.
1290 sollen in Böhmen 10 000 Juden umgebracht worden sein.
1337 Ausgehend von Deggendorf verbreiteten sich hysterische antijüdische Pogrome über 51 Städte in Bayern, Österreich und Polen.
1348 verbrannte man die Juden von Basel und Straßburg, insgesamt zweitausend Menschen.
1349 wurden in mehr als 350 Städten Deutschlands alle Juden ermordet , zumeist lebendig verbrannt. In diesem einzigen Jahr wurden mehr Juden von Christen ermordet, als in Hunderten von Jahren antiker römischer Christenverfolgung zum Opfer gefallen waren.
1389 schlachtete man in Prag 3 000 Juden ab.
1391 ermordete man unter Führung des Erzbischofs Martinez in Sevilla etwa 4.000 Juden und verkaufte weitere 25.000 als Sklaven. Sie waren leicht zu erkennen gewesen, denn man hatte alle Juden ab dem Alter von zehn Jahren gezwungen, ein farbiges „Schandabzeichen“ an der Kleidung zu tragen, der historische Ursprung des späteren „Judensterns“ der Nazizeit.
1492, im selben Jahr, als Kolumbus die Segel setzen ließ, eine Neue Welt zu erobern, wurden am 30.6.1492 mehr als 150 000 Juden aus Spanien vertrieben, viele von ihnen kamen unterwegs um.
1648 brachte man in den sog. Chmielnitzki Massakern in Polen etwa 200.000 Juden um.
….so geht das weiter und weiter, Jahrhundert um Jahrhundert, geradewegs bis hin zu den Öfen von Auschwitz.
Und man sieht an dieser Zusammenstellung auch, dass die Judenverfolgungen immer schon Bestandteil und mit einer christlichen Wahnideologie begründet waren. Diese Praxis war in ganz Europa in den Verbreitungsgebieten der Christen ein Mittel, um die Juden zu bekämpfen. Und hier liegen auch die Ursprünge der Judenverfolgungen und des Hasses begründet. In der christlichen Ideologie.
Es ist aber auch nur eine Gruppe, die exemplarisch aufzeigt, wie systematisch sie in ihrem Glaubenswahn verhaftet, sie ihr vernichtendes Werk vollstreckten.
Alles, was nicht ihren religiösen Wahnvorstellungen genügte, wurde bis aufs Blut bekämpft.
In ihrem Hexenwahn töteten sie zehntausende Menschen, die angeblich für sie zur Gefahr wurden. Alles begründet durch ihre religiösen Wahnvorstellungen.
Zu den Ureinwohner
Bereits mit Christoph Kolumbus, einem ehemaligen Sklavenhändler, der später Karriere als Heiliger Kreuzfahrer machen sollte, begann die Eroberung der Neuen Welt, wie üblich zum Zwecke der Verbreitung des Christentums.
Schon wenige Stunden nach der Landung auf der ersten bewohnten Insel, auf die er in der Karibik stieß, ließ er sechs Eingeborene gefangennehmen und fortschaffen, die, so schrieb er, „gute Diener und Knechte abgeben müssten, … [und] die man leicht zum Christentum bekehren könnte, denn wie mir schien, gehörten sie gar keiner Religion an.“
Während Kolumbus so die Ureinwohner als „Götzendiener“ bezeichnete und als „Sklaven, soviel auch immer die Spanische Krone geliefert haben möchte,“ beschrieb sein Kumpan Michele de Cuneo, ein italienischer Edelmann, die Eingeborenen als „Tiere“, denn „sie essen, wenn sie Hunger haben,“ und sie „lieben sich ganz offen, wann immer ihnen danach ist.“
Auf jeder Insel, die er betrat, rammte Kolumbus ein Kreuz in den Boden, „und verlas die erforderliche Verlautbarung“ – das Requerimiento – um die Insel im Namen seiner katholischen Herren für Spanien in Besitz zu nehmen. Und „niemand erhob Einspruch.“ Sollten die Indianer freilich ihre Zustimmung verweigern (oder vielleicht schlicht kein Wort Spanisch verstehen?), hieß es im Requerimiento weiter:
„Hiermit garantiere ich, daß wir mit Gottes Hilfe und aller Macht in Euer Land eindringen werden, gegen Euch Krieg führen werden, … um Euch dem Joch und der Herrschaft der Kirche zu unterwerfen … wir werden Euch jeden erdenklichen Schaden zufügen soviel wir nur immer vermögen, gerade so wie widersetzlichen Vasallen, die ihren Herrn nicht anerkennen und nicht gehorchen wollen, sondern widersprechen.“
Ich möchte jetzt nicht jedes Massaker im Einzelnen aufführen. Ich wollte nur exemplarisch aufzeigen, was sie in ihrem Wahn zur Verbreitung ihrer Lehrer angerichtet haben.
Abermillionen Tote unter den Ureinwohner waren die Folge ihrer religiösen Wahnvorstellungen, die sie als Rechtfertigung für ihr Handeln vorgaben.
Und es ist nicht so, dass ihre Gräueltaten auf vergangene Jahrhunderte beschränkt waren. Auch in der Neuzeit führen sie im Namen des Glaubens ihr Vernichtungswerk fort.
Es folgten der katholische Terror in Vietnam
Massaker in Ruanda
Katholische Vernichtungslager während des Zweiten Weltkrieges. All das zeigt auf, was die Gläubigen in ihrem Glaubenswahn angerichtet haben. Schätzungen gehen von mehreren 100 Millionen Toten als Opfer des Christentums aus.
Und das soll die Religion der Liebe und Barmherzigkeit sein?
Viele Recherchen hier gehen auf Karlheinz Deschner zurück, der Gräueltaten recherchierte und für uns alle sichtbar machte. Doch dies alles wird einfach nicht zur Kenntnis genommen oder gar bestritten.
Man macht so weiter, als wäre nichts passiert. Nach innen erpressen sie die Menschen mit ihrem Höllenwahn, Angsterzeugung und ihrem Erlöserwahn. Nach außen bis in unsere Neuzeit mit Brutalität und Terror.
Deschner beschreibt dann die sichtbare Position der Gläubigen auch wie folgt.
“Sie werden es mir nie verzeihen, dass sie so abscheulich sind, wie ich sie geschildert habe.“
Wenn man sorgsam diese Zeilen liest, kann es keinem mehr möglich sein, von einer “Religion der Liebe” zu sprechen. Ich glaube, der Beweis ist mehr als zur Genüge erbracht, dass die Religion eine einzige Blutspur durch die ganze Welt gezogen hat. Und das dann im Namen der göttlichen “Liebe”
Und für die Kritiker und Aufklärer hielten sie dann Scheiterhaufen und Blasphemiegesetze bereit, um dann ihren Glaubenswahn zu schützen. Da sie sowieso große Teile des gesellschaftlichen Lebens bestimmte, nahmen sie auch in allen Teilgebieten der Gesellschaft Einfluss auf die Ausgestaltung der Gesetze. Sonderrechte in vielen Bereichen bis heute zeigen ihren Einfluss auf, mit der sie ihre Wahnideen geschützt haben und heute noch schützen. Medien, Politik, Gesetzgebung. Überall haben sie ihre Finger im Spiel.
Erst mit der Aufklärung gab es nennenswerte Widerstände gegen dieses selbstherrliche mörderische System, die bis dahin in fast ganz Europa Gesetze und Leben bestimmten. Wissenschaft und logisches Denken brachten dieses religiöse Wahnsystem ins Wanken. Doch verbissen kämpfen die indoktrinierten Menschen für den Erhalt ihrer religiösen Wahnvorstellungen.
Nun schafft die Kirche Blasphemiegesetze. Sie erklärt ihre Wahnvorstellungen zur Wahrheit und wer dagegen argumentiert oder agiert, wird nun wegen “Störung des Friedens” verfolgt. Es findet eine Umkehrung der Faktenlage statt. Wahnfreie normale logische Gedanken werden aufgrund ihrer Auslegung als Grund der Störung zum Anklagepunkt genannt. Wer nicht an ihre Ideologie oder Gott glaubt, läuft Gefahr nun angeklagt und im schlimmsten fall auch ermordet zu werden.
Dabei sind es ihre religiösen Wahnvorstellungen, die die Blasphemie begehen. Doch sie denken sich. Wer die Macht hat, der ist im Recht. Es kostet vielen Menschen, Wissenschaftlern und Aufklärern das Leben. Alleine das Infragestellen dieses Wahnwesens wird von ihnen zur Blasphemie erklärt und fordert heute noch viele Todesopfer im Islam.
Vor einigen Jahrhunderten war es bei uns aber auch nicht anders.
Kurt Tucholsky äußert sich dazu wie folgt.
“Ich mag mich nicht gerne mit der Kirche auseinandersetzen; es hat ja keinen Sinn, mit einer Anschauungsweise zu diskutieren, die sich strafrechtlich hat schützen lassen.“
Und wenn alleine die Kritik daran mit ernsten Konsequenzen verbunden ist, dann erfüllt es genau den Zweck, den die Kirche haben wollte. Die Menschen haben Angst vor den Konsequenzen und schweigen. Und wenn das mit dem Tode bedroht war, dann erst recht. Mit der Umkehr des wahren richtigen Argumentes waren es die Religionen selber, die die Blasphemie erst begangen haben.
Gervais beschreibt diese Ungeheuerlichkeit mit einem Satz.
“Ein Gesetz zum Schutz einer allmächtigen, übernatürlichen Gottheit vor Verletzung der Gefühle.”
In eine ähnliche Kerbe schlägt dann folgendes Statement. Es geht darum was als Blasphemievorwurf justiziabel erklärt wird durch Umkehrung der Logik. “Nimm dir die verrückteste Idee einer dir fremden Religion: Sie wird um keinen Deut absurder sein als die, dass ein Gott geopfert werden musste, um uns unsere Sünden zu vergeben.”
Und sowas wurde dann bei Kritisierenden und entsprechender Kritik zur Störung des Friedens erklärt. Eine Absurdität ohne Gleichen.
Und was lassen sich die Christen da überhaupt schützen und wenn es sein muss, wird das dann auch bei entsprechender Kritik von den Gerichten sanktioniert oder mit dem Tode bestraft. Marc Twain gibt uns hier die Antwort. “Gott entschied sich dafür, Adams und Evas Kinder für alle Zeit bis zum Ende aller Tage für einen unbedeutenden Verstoss zu bestrafen, der von anderen begangen worden ist, bevor sie geboren waren. Er bestraft sie immer noch. Auf eine sanfte Weise?
Ihr würdet annehmen, dass diese Art von Wesen nicht viele Komplimente bekommt. Überzeugt Euch! Die Welt nennt ihn den Inbegriff der Gerechtigkeit, Rechtschaffenheit, Barmherzigkeit, Gnade, Vergebungen, Wahrheit, Liebe, die Quelle der Moral.
Diese Sarkasmen werden täglich weltweit verbreitet. Aber nicht als bewußte Sarkasmen. Nein, sie sind ernst gemeint: Sie werden ohne ein Lächeln verkündet.”
Ein weiteres großes Verbrechen der Religion ist das Verknüpfen ihrer Wahnideen mit einem Liebesgebot.
“Weißt du, was für mich das größte Verbrechen der Religionen ist? Dass sie ihre religiösen Wahnvorstellungen hinter dem Deckmantel der Liebe verborgen haben. Damit haben sie empathischen, liebevollen und gutmütigen Menschen geködert- Um sie dann mit dem fürchterlichen Gift der Religion zu vergiften.”
Was haben die Religionen uns da ins Gehirn geschissen? Durch Terror, Höllenandrohung, Blasphemiegesetze, Drohungen und mit ihrer Angst glauben die Menschen das dann. Sie haben die Psyche fast aller Menschen zerstört und zum Denken unfähigen religiös abhängigen Religioten gemacht. Das ist das Vermächtnis der Religionen. Das bittere Erbe der Religionen. Viele Menschen verbringen deswegen ihr Leben in Psychiatrien oder ihr ganzes Leben ist zerstört.
Und genau dies gilt und galt es aufzuzeigen. Und gegen diese wahnhaften religiösen Wahnhaltung formierte sich selbstverständlich Widerstand. Sind oder waren sie doch für unendlich viel Leid der Menschen verantwortlich. Auch mit diesen Seiten versuche ich nicht nur eine Kritik zu formulieren. Es geht darum, grundsätzliches in der eigenen Lebensphilosophie zu ändern und sich von etwas abzuwenden, dass für vieles von meinem Leid verantwortlich war. Und auf diesem Weg gab es viele Verbündete und Kritiker, die mir hilfreich zur Seite gestanden haben.
Es gilt dem wahnhaften religiösen Wahndenken Einhalt zu gebieten und eine Position zu vertreten, die es ermöglicht, Werte zu leben, die sich am Menschen ohne religiöse Zwänge orientieren. Ich fordere eine Normalität des natürlichen menschlichen Seins ein. Sie sollten sich an der Vernunft und des logischen Verstandes orientieren.
Sam Harris grenzt dieses menschliche Wertesystem mit folgenden Worten ein.
“Ich trete für eine bestimmte Art der Intoleranz, aber nicht die Art, die uns das Gulag brachte oder Leute wegen ihrer Religion hinter Gittern bringt. Ich trete ein für neue Regeln in der Konversation; man könnte es Gesprächsintoleranz nennen.
Wenn ich…sagte, der Holocaust sei nie existiert, wäre ich sofort unter dem Druck, diese Behauptung sofort zu rechtfertigen. Andernfalls würden sie mich abkanzeln als jemanden, dem man nicht trauen kann, zumindest- was europäische Geschichte angeht. Wenn ich aber…sagte, ich sei im Gespräch mit dem Schöpfer dieses Universums, oder ein Cracker werde zum Leib Jesu, wenn man die richtigen lateinischen Worte darüber spricht, dann müssen sie das durchgehen lassen. Es ist tabu, das zu kritisieren.”
Und dann stelle ich euch die Frage.
Gibt es dann auch keine höfliche Art, diesen Menschen zu sagen>>Haben sie jemals in Betracht gezogen, dass sie ihr bisheriges Leben einer Einbildung, einer Wahnidee gewidmet haben?>> Aber das ist eine gute Frage. Wir sollten sie stellen und wir werden selbstverständlich und zwangsläufig damit den Leuten auf die Füße treten.
Und die Position des humanistischen Weltbildes wird durch Steven Weinberg begründet.
“Religion ist eine Beleidigung für die Menschenwürde. Mit ihr oder ohne sie gibt es gute Menschen, die gute Dinge tun und böse Menschen, die böse Dinge tun. Aber damit gute Menschen böse Dinge tun, braucht es Religion.
Max Bense beschreibt das so.
“Ich verteidige den Atheismus als die notwendige und selbstverständlich Form der menschlichen Intelligenz.”
Andreas Altmann konfrontiert direkter, aber auch pointierter.
“Man kann Dummheit nicht reformieren, man kann sie nur abschaffen.
Wie soll man die Idee reformieren, dass man in die Hölle kommt, wenn man nicht getauft wurde?
Wie kann man denn die Idee reformieren, dass jemand am Kreuz geschlachtet wird, um die Welt zu retten?
Wie soll denn die Idee reformiert werden, dass man in die Hölle fährt, wenn man nicht dies oder jenes glaubt?……..
Man kann Dummheit nicht reformieren, man kann sie nur abschaffen.”
Um die Position der Kritiker zu beschreiben, möchte ich noch einmal Konrad Paul Liessmann bemühen.
“Es ist ein grobes Missverständnis, dass die Vernunft gegenüber Glaubenswahrheiten tolerant sein muss; die Vernunft hat nichts zu dulden, was ihren Ansprüchen nicht genügt. Wären die Aufklärer und Religionskritiker von Voltaire über Feuerbach bis zu Marx, Nietzsche und Freud ähnlich wie wir von der Besorgnis getragen gewesen, nur ja keine religiösen Gefühle zu verletzen, hätte es keine Aufklärung, keine Menschenrechte, keine moderne Lebenswelt gegeben.” Eine letzte Zusammenfassung sollte dann ein Zitat von Rolf Heinrich sein, der diese gesamte Thematik noch mal auf den Punkt bringt.
“Glückwunsch-
Bei aller berechtigten Abneigung gegenüber dem Christentum, muss ich
folgendes neidlos zugestehen: Es hat es wie keine andere Religion oder Organisation verstanden -wie man so landläufig sagt- “aus Scheisse Schokolade zu machen”.
Denn wer, außer dem Christentum hat es geschafft ein Hinrichtungsinstrument mit angenagelter Leiche als Markenzeichen und Symbol “der Liebe” zu deklarieren, alle negativen Stellen in seinem heiligen Märchenbuch zur “Interpretationssache” zu erklären, das Menschenopfer “hoffähig” zu machen und last, but noch least, den Begriff “christlich” entgegen der Jahrhunderte langen, blutigen Geschichte dieser Religion, als ein Synonym für ethisch hochwertiges Handeln zu etablieren?”
Der Tag wird kommen<>, an dem die mystische Zeugung Jesu durch das höhere Wesen als Vater im Leib einer Jungfrau in eine Reihe mit dem Märchen der Zeugung Minervas im Gehirn des Jupiter gestellt werden wird. Das ist die Aussage von Thomas Jefferson zu diesem Sachverhalt.
Die Frage nach der Beweisbarkeit dieser religiösen Wahnfiguren wird dann auch nur noch mit dem gleichen Erstaunen zur Kenntnis genommen werden, wie die zeugung Minervas oder anderer Götter. Und es sollte auch die letzte Aussage in diesem Kapitel sein.
