Religionen … Fortführung_1

Einfluss der Kirchen in Deutschland

Analyse der verfassungsrechtlichen, politischen und finanziellen Privilegien der großen christlichen Kirchen in Deutschland (insbesondere römisch-katholische und evangelische Kirche). Trotz stark rückläufiger Mitgliederzahlen – ein Verlust von über 18 Millionen Mitgliedern seit 1990 – profitieren die Kirchen weiterhin von umfassenden materiellen und immateriellen Vorteilen.
Die Privilegien entspringen historischen Regelungen, insbesondere der Weimarer Reichsverfassung (WRV), deren Artikel über Art. 140 Grundgesetz weiterhin gültig sind. Dazu zählen Staatsleistungen, Steuerprivilegien, kirchliches Arbeits- und Datenschutzrecht sowie institutionelle Beteiligung in Medien- und Politikgremien.
Vor dem Hintergrund zunehmender Säkularisierung und der verfassungsrechtlichen Gleichbehandlungspflicht (Art. 3 GG) entsteht erheblicher Reformdruck. Eine Ablösung der Staatsleistungen ist verfassungsrechtlich geboten. Zugleich wächst der Anspruch anderer Weltanschauungsgemeinschaften auf gleichwertige Behandlung, was die fiskalischen Effekte z.B. zu Gunsten des Humanistischen Verbandes, des Muslimischen Verbandes und anderen Weltanschauungsgemeinschaften (z.B. Satirekirche der Pastafari) erheblich ausweiten würde. Daher ist langfristig eine zunehmend laizistische Ausrichtung zu empfehlen.

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