Die Industrie muss auch Wasser sparen!

Der Wassermangel dürfte sich aufgrund des Klimawandels auch in NRW weiter verschärften.
Wie so oft ist der private Verbraucher nicht immer der größte Umweltsünder, aber auch die Privaten müssen verantwortungsvoll mit Wasser umgehen!
Obwohl der Sommer recht viel Regen gebracht hat, fehlt das kostbare Nass auch dieses Jahr in vielen nordrhein-westfälischen Kommunen. Im Oberbergischen Kreis ist es, mit Ausnahme der Agger und der Wupper, den Menschen untersagt, Wasser aus Flüssen, Seen und Bächen zu pumpen. Wer das trotzdem tut, muss mit Strafen von bis zu 50.000 Euro rechnen.
„In den letzten Jahren gab es einen konstanten Wassermangel. Eine grundlegende Änderung dieser Situation ist derzeit nicht absehbar. Auch kurze und extreme Regenspenden lassen keine Verbesserung der Situation erwarten“, begründet der Kreis. Um die Funktionsfähigkeit der Ökosysteme aufrechtzuerhalten, sei das Verbot unerlässlich.
Wasser ist zu kostbar, um es einfach abzuleiten
Der Klimawandel schlägt zu. Was früher schönes Wetter war ist heute zum Teil ein Unglück. Wenn es regnet, regnet es zu viel. Wenn die Sonne scheint, verbrennt sie alles.
„Land unter“ oder Dürre, scheint die moderne Wetteralternative zu sein.
Wir haben ja lange genug zugewartet, bis der Planet nun ächzend zurückschlägt. Spätestens seit 1976, nach Erscheinen des Buches „Grenzen des Wachstums“, hätten wir wissen können, dass unser Weltverbrauch nicht spur- und folgenlos an uns vorbei gehen würde.
Seit dem ist viel, viel zu viel, Zeit vergangen, ohne dass wir das Ruder herumgerissen hätten.
Hier sei jetzt nur ein Aspekt von vielen aufgegriffen.
Können wir es uns tatsächlich noch erlauben Oberflächenwasser einfach in die Kanalisation abzuführen?
Dürfen wir immer noch Grundwasser aus den Tagebauen abpumpen und kanalisiert ableiten?
Dürfen wir immer noch bei der zunehmenden Oberflächenversiegelung tatenlos zuschauen?
Muss die intensive Bodenversiegleung nicht verboten werden?
Es geht auch anders.
Warum werden bei Neubauvorhaben nicht, wo es geht, verbindlich Erdzisternen als Regenauffangsystem vorgeschrieben?
Regenwasser darf nicht mehr ohne weiteres abgeleitet, sondern muss vorrangig verrieselt und/oder zur Gartenbewässerung verwendet werden, um den Grundwasserspiegel wieder anzuheben und Leitungswasser zu sparen.
Die Begrünung der Städte muss rigoros vorangetrieben werden. Hier bieten sich Dach- und Fassadenbegrünung an, Verbot und Rückbau von Schottergärten. Der Auf- und Ausbaubau von Baumbepflanzungen muss unterstützt werden (Z.B. auch: Wir schenken der Stadt einen Baum).
Geht doch! Warum passiert denn nicht mehr?
Ist es wirklich wichtiger Kriege zu führen, zu gendern oder wieder ein neues Auto zu kaufen und den Grill unter der Last der argentinischen Steaks fast zusammenbrechen zu lassen?
Müssen wir wirklich die Umwelt mit den Abgasen der unzähligen Ferienflieger und Kreuzfahrtschiffe verpesten.
Brauchen wir wirklich immer noch mehr Autobahnen, um den Wahnsinn Auto zu fördern und den ADAC-Staukalender zu befrieden?
Müssen wir uns wirklich jeder ein eigenes Bild davon machen, wie der letzte Eisbär verhungert, der Südpol wieder ein Eisschelf verliert und müssen wir tatsächlich an Hand unserer eigenen Ski-Urlaubsfotos der letzten Jahre nachweisen, wie die Gletscher der Alpen zurückgegangen sind?
Wie viel schöner wäre es doch, durch funktionierende Wälder zu gehen, dem Gezwitscher unzähliger Vögel zu lauschen und dem geschundenen Vieh wieder beim Weiden auf der Wiese zusehen zu können!
Und wäre es nicht wünschenswert wieder mit geschlossenem Mund radeln zu müssen, weil man den sonst wieder voller Insekten hätte.
Wir haben kein Problem!
Wir sind das Problem!
