Ein Gletscherabbruch in der Schweiz (Blattern) als eine eindringliche Warnung für uns alle!
Die Natur bäumt sich auf und spricht zu uns in einer Sprache, die wir alle verstehen sollten und auf keinen Fall ignorieren dürfen. Der donnernde Klang des abbrechenden Eises in Blattern, die Bilder vom Untergang einer ehemals florierenden Ortschaft und die drohende Überschwemmung eines ganzen Tals in der Schweiz sollten Warnung genug sein und uns daran erinnert, dass die Zeit zum Umdenken und umweltgerechten Handeln längst überfällig geworden ist.
Dieses Schauspiel ist einer der letzten Weckrufe, die uns nachdrücklich drängen, Verantwortung zu übernehmen, bevor die Konsequenzen unumkehrbar werden.
Die internationale und die deutsche Politik stehen vor großen Herausforderungen, aber alle Regierungen haben bisher zu zögerlich und wenn dann doch mal, zu oft viel zu ineffizient gehandelt.
In den 1980er Jahren haben sich die Grünen in Deutschland, als politische Partei etablieren und ein Umweltbewusstsein forcieren können. Mittlerweile muss man aber feststellen, dass das alles zwar ein guter Anfang, aber letztendlich zu wenig und nicht nachhaltig genug war. Ähnliches gilt für nahezu alle globalen Umweltbündnisse.
Kaum merken die Menschen in Deutschland, Europa und der übrigen Welt, dass der Schutz unserer Lebensgrundlage ihren Preis fordert, werden die Widerstände größer und die Zustimmung selbst für die wichtigsten Klima-/Arten- und Umweltschutzprogramme sinkt ins Bodenlose. Da verhallen die Hilferufe der bereits betroffenen Menschen auf untergehenden Inseln, in Dürre- oder Überschwemmungs- und Hungergebieten unerhört. Ergeht es den Bewohnern von Blattern in der Schweiz genauso?
Die steigende Anzahl und Wucht von Naturkatastrophen werden als lokale Ereignisse abgetan und aus dem globalen Zusammenhang gerissen, weil es gerade nicht in die autokrate Ideologie von Donald Trump passt. Die absurden Gedankenmodellen der AfD lassen unsere Umweltprobleme wie von Zauberhand verschwinden. Und alle Schafe rennen blind hinterher.
Es bedurfte tatsächlich nur einiger übergeschnappter Politiker, deren Verschwörungstheorien und einer sich anbahnenden Wirtschaftskrise, um selbst die ersten zarten Erfolge einer zukunftsorientierten Umweltpolitik umzukehren und ein erneutes Zeitalter der fossilen Brennstoffe, Umweltzerstörung und weiterer Ausrottung von Flora und Fauna auszurufen.
Wir müssen uns darüber klar sein, dass schon bei der aktuellen Erderwärmung drei viertel der Gletschermasse verschwinden wird. Hitze, Starkregen, Dürre und Artensterben werden zunehmen und etliche, derzeit bewohnte Landstriche unbewohnbar werden.
Wir sollten dabei nicht mit der Brechstange vorgehen, aber kontinuierlich, zielgerichtet und mit den notwendigen zeitlichen und sachlichen Vorgaben!
