Die Gefahren der KI …
Ein neuer Hype erobert die Welt. Die Gefahren, die der Menschheit aus der ungezügelten Entwicklung der KI erwachsen könnten. Das ultimative Szenario beschreibt die Auslöschung der Menschheit.
Wir sollten, wie bei allen Hypes mal einen Gang runter schalten und nicht direkt den Weltuntergang prognostizieren, wenn KI‘s mal wieder etwas gemacht haben, was nicht hätte geschehen sollen.
Besonnenheit ist hier gefragt und nicht medial gepuschte Panik. Was ist Werbegag der Big-Tech, was ist Unfall und damit Bedrohungslage und was ist schlicht aus dem Reich der Si-FI entlehnt.
Ich bin kein KI-Experte und muss die Bewertung der Fakten somit den Fachleuten überlassen. Die Politik muss sich beraten lassen und entsprechende Handlungen veranlassen, wenn sie den notwendig sind. Schnellschüsse, Panikmache und purer Aktionismus helfen hier am wenigsten. Dafür gibt es etliche Gründe. Genauso wenig hilft es dann aber auch, Experten mit Aufträgen zu betrauen und die Ergebnisse danach zu ignorieren.
Die politische Entwicklung und die wirtschaftliche Interessenlage auf der Welt lassen derzeit leider nur einen Schluss zu: Was machbar ist, um die eigene Macht zu stärken, wird auch gemacht! Der Horizont der Betrachtung ist dabei zeitlich und regional recht eng gesteckt!
Es gibt kein funktionierendes Zusammenspiel zwischen den Machtblöcken (mehr), wenn es dieses den je gab. Jeder beobachtet den Anderen mit Argusaugen und fürchtet ins Hintertreffen zu geraten. Dass gegenseitige Misstrauen sitzt tief.
Wenn man sich über eine Sache weltumspannend einig ist, dann darüber, dass nur der Mächtigste überlebt. Technologie, Wirtschaft, Militär, Politik, Soziologie, Medizin, Bodenschätze, eigentlich alles, wird diesem Machtkalkül untergeordnet.
Also gehen wir das Thema mit Bedacht an. Innehalten, um Sicherungssysteme entwickeln zu können, ist da nicht der schlechteste Rat. Eine breite emotionale Diskussion in den Medien ersetzt keinen fachlichen Austausch, sondern errichtet schlechtesten Falls nur Mauern, wo keine hingehören. Fragen der Moral oder die der gesetzlichen Möglichkeiten auszuloten und dann auf eine regelbasierte Ordnung zu setzen ist … erstrebenswert, aber leider zu einer Utopie verkommen.
Wenn man sich gegenseitig nur durch das Zielfernrohr eines Gewehres oder über den Bildschirm einer Drohne beobachtet und die Kommunikation bestenfalls nur noch über Dritte erfolgt, sehe ich da wenig Chancen.
Die regelbasierte Ordnung zwischen Freunden bestmöglich aufrecht zu erhalten ist aber trotzdem unsere Pflicht. Wer Freund und Feind ist, ändert sich aber mittlerweile leider schneller als gedacht. Selbst innerhalb einer Nation. Bei solchen Verhältnissen wächst Misstrauen schneller als Vertrauen. Misstrauen ist der beste Brandbeschleuniger für rücksichtsloses Verhalten, Dünger für Egomanen und muss schleunigst durch vertrauliche Gespräche und konkludentes Verhalten beseitigt werden. Bei dieser Gelegenheit: Der Bürger und Konsument hat es in der Hand sich an demokratischen Prozessen zu beteiligen, als Wirtschaftsobjekt seine Handlungen zu steuern und hier seiner Verantwortung für die Gemeinschaft gerecht zu werden!
Was nur zu oft auf der Strecke bleibt, ist Empathie. Das Bewusstsein, dass Menschen Säugetiere mit ähnlichen Bedürfnissen wie die übrige Fauna sind, dass wir alle, Flora und Fauna, eine artgerechte Lebensgrundlage brauchen. Diese basiert genau auf dem ökologischen System, dass wir seit einigen zehntausend Jahren erleben durften. Biodiversität, sauberes Wasser, zuträgliches Klima, fruchtbare Böden und genügend saubere Luft zum Atmen.
Die ungezügelte Vermehrung des Menschen und der Raubbau, den wir betreiben, hat uns an den Rand der Existenzfähigkeit gebracht. Es hat nicht an Mahnern gefehlt. Spätestens seit Mitte der 1970er Jahre (Hoimar von Ditfurth usw.) wissen wir, dass wir hier vieles falsch machen. Wenn wir den letzten Rest aus der Erde herauspressen, können wir vielleicht auch noch mehr Menschen durchbringen als die derzeitigen acht Milliarden. Nur bereits jetzt lebt ein nicht zu verantwortender Anteil unserer Mitmenschen in Armut, Elend, erleidet Hunger oder vegetiert anderweitig am Existenzminimum. Die Bilder verhungerter, verdursteter, von Existenzen, die durch Umweltkatastrophen zerstört wurden oder niedergemetzelter Menschen gehen täglich um die Welt.
Wenn wir doch so sehr an die Macht der KI glauben, dann sollten wir sie mal danach befragen, ob die derzeitigen Katastrophen (Hunger, Klimawandel, Artensterben, Umweltzerstörung, Unwetter, kriegerische Auseinandersetzungen usw.) eher auf menschliches Handeln zurückzuführen sind oder natürlichen Ursprungs sind.
Alles Systeme, die ich befragt habe, sind sich in der wesentlichen Aussage einig: „Alle Anzeichen deuten darauf hin, dass wir unser Elend selbst verschulden!“
Mir drängt sich da viel eher die Frage auf, ob wir der Zerstörungskraft der KI überhaupt bedürfen, um uns selbst zu vernichten und ob wir ihr überhaupt die Zeit geben sich bis dahin zu entwickeln.
Wie immer gilt: Es gibt nichts Gutes, außer man tut es!
Einer muss den Startschuss geben. Warum nicht wir? Sprechen und handeln wir aber möglichst im Gleichklang, auf allen Gebieten möglichst jetzt und möglichst effizient. Sonst wird das nichts!
Man wird ja wohl noch träumen dürfen, oder?
