Gesellschaft und Politik

AfD – und wir haben keine Antwort

In einem Jahr sind Landtagswahlen in Sachsen. Laut einer neuen Umfrage liegt die AfD dort derzeit bei 35 Prozent.
Die CDU, als zweitstärkste politische Kraft, käme in dieser Umfrage mit 29 Prozent auf Platz zwei. Die weiteren Parteien dümpeln bei der Sonntagsfrage mit großem Abstand hinter AfD und CDU. 9 Prozent für Die Linke, 6 Prozent Grüne, 7 Prozent SPD, 5 Prozent FDP.
Die CDU kann die in Sachsen vorhandene große nicht linke Bevölkerungsmehrheit nicht für ein realistisches Anti-AfD-Bündnis gewinnen.
Der AfD-Vorsitzende Tino Chrupalla sagte dem RND: „In Sachsen ist die absolute AfD-Mehrheit erreichbar. Grüne, SPD und FDP müssen um den Einzug bangen. Wenn die kleinen Parteien rausfliegen, regiert die AfD. An einer Koalition mit der Linken würde die CDU zerbrechen.“

Ein Desaster für alle demokratischen Kräfte der Republik.
Aber Umfragen sind noch keine Wahlergebnisse!


Es wird Zeit etwas zu ändern!
Wir brauchen eine Politik, die sowohl den globalen Anforderungen, als auch den der Klimakatastrophe und den berechtigten Wünschen und Sicherheitsinteressen der Bevölkerung entsprechen.
Es gibt gute Gründe gegensätzliche politische Positionen zu vertreten, aber politische Interessen müssen hinter den Interessen eines funktionierenden demokratischen Staates und einer lebenswerten Umwelt zurück stehen. Demokraten müssen einen festen Block gegen die Demagogen vom rechten und auch linken Rand bilden. Bloße Übernahme rechter Positionen und deren Vokabulars führen lediglich zu einer Verharmlosung der antidemokratischen Positionen der AfD und machen Demagogen und deren Parolen gesellschaftsfähig.

Auch wenn ich viele Positionen der FDP nicht teile, möchte ich den
FDP-Bundestagsfraktionsvize Konstantin Kuhle zitieren. Er sagte dem RedaktionsNetzwerk Deutschland (RND) folgerichtig, man dürfe sich nicht der Illusion hingeben, „dass einzelne politische Maßnahmen automatisch dafür sorgen, dass die Umfragewerte der AfD zurückgehen.“ Es komme vor allem darauf an, dass sich Bürgerinnen und Bürger, die keine starke AfD wollen, sich jetzt engagierten und auch im Freundes- und Bekanntenkreis klare „Stoppschilder“ gegen die AfD aufstellten. „Es braucht einen Aufstand der Anständigen gegen das Erstarken von Rechtsextremen. Wer am Stammtisch oder in der Familie AfD-Parolen hört, der muss dagegenhalten“, sagte Kuhle.

– Die AfD feiert Wahlerfolge –
Für uns gilt, wie am 09.11.1992:
Arsch huh und Zäng unssenander!

Ich kenne das noch von meinen Großeltern: „Da konnte man sich ja nicht gegen auflehnen, die waren ja überall und haben das öffentliche und private Leben übernommen. Überall stand ein Blockwart.“
Aber wie konnte es denn dazu kommen? Man hat sie zu lange gewähren lassen, die Industrie hat ihnen in die Hände gespielt und der deutsche Michel war blind und verführbar.

Kommt Euch das bekannt vor?
Falls nicht … dann schaut mal Nachrichten, lest Zeitung oder geht in die Eckkneipe!
Der alte Unfug feiert fröhliche Urstände!

Ich habe meinen Mitarbeitenden damals immer gesagt, dass sie durchaus Fehler machen dürften … aber nur einmal den gleichen!
Aus Fehlern muss man lernen! ich hätte es meinen Kunden nicht erklären können, wenn man immer wieder den gleichen Blödsinn gemacht hätte.
Wir haben uns fast immer an diese Marschrichtung gehalten.
Wenn nicht, gab es „Ohrlaschen“!

Und was machen wir heute? Wir fallen auf die gleichen Rattenfänger rein, glauben den gleichen Unfug und uns fehlt die Wertschätzung für unser wertvollstes Gut … unsere Demokratie!
Eine funktionierende Demokratie kann und muss viele Randgruppen vertragen, sonst wäre es keine Demokratie. Bürger sind keine homogene Gruppe.

Aber genug ist genug! Für den deutschen Michel gilt jetzt wie am 09.11.1992:
Arsch huh un Zäng ussenander!

Seid wehrhaft und aufmerksam!

Auszug aus Wickipedia:
Am 9. November 1992 versammelten sich 100.000 Menschen auf dem Chlodwigplatz in Köln. Künstler der Kölner Musikszene hatten zu einem Konzert „gegen Rassismus und Neonazis“ aufgerufen. Vorausgegangen war eine Welle von Übergriffen mit ausländerfeindlichem Hintergrund, so zum Beispiel im Rostocker Stadtteil Lichtenhagen. „Wir […] wollen […] dazu beitragen, die weitverbreitete Sprachlosigkeit zu der Entwicklung in unserem Land zu beenden“, schrieben die beteiligten Künstler in der vorab veröffentlichten Erklärung zur Großveranstaltung. Trotz viel zu geringer Sicherheitsmaßnahmen (niemand hatte mit dieser großen Teilnehmerzahl gerechnet) verlief die Kundgebung ohne Zwischenfälle.

Der Titelsong wurde von Nick Nikitakis komponiert und von Wolfgang Niedecken getextet. Er wurde auch auf dem Konzert Heute die – morgen du! am 13. Dezember in Frankfurt von den teilnehmenden Künstlern gesungen.

Gleichzeitig wurde die AG Arsch huh gegründet, die seitdem immer wieder Projekte und Initiativen gegen Rechts unterstützt, so zum Beispiel die Ausstellung Zwangsweise Kölsch im Jahre 2000, die sich mit der Zwangsarbeit in Köln während des Dritten Reiches beschäftigte.


Im Landesmuseum „Tuchfabrik Müller“ in Euskirchen Kuchenheim soll ein niederschwelliges Angebot an Neugierige gemacht werden, mit der AfD in Kontakt zu treten um sie anzufüttern. Kann man das unwidersprochen hinnehmen? Haben wir aus unserer Geschichte nichts gelernt?

So geht AfD

Hier werden Emotionen angesprochen und ganz verdeckt Fehlinformationen gestreut.
Früher war alles besser!
So ein Schmarren!

Man mag alte Autos, Frauen in bunten Hosen und niedrige Preise mögen, aber was im letzten Jahrhundert gut war, wäre heute eine Katastrophe!
Hohe Bezinpreise sollen ihre steuernde Wirkung entfalten!
So ein Auto hatte ich früher selber. Die passive Sicherheit heutiger Autos ist nicht mehr vergleichbar mit der dieser Oldtimer. Genauso wenig vergleichbar ist der Spritverbrauch und die daraus resultierende Umweltbelastung (ohne Kat). Wer möchte noch Wartungsintervalle von 5.000 bis 10.000 Km haben? Wer möchte noch vor jedem TÜV zittern, weil wieder alles durchgerostet ist, die Bremsen mal wieder nicht richtig funktionieren oder der Motor immer noch Öl verliert?

Wer das nicht kapiert, sollte sich zurückhalten oder ist Volksverführer!

Aber:
Es gibt immer einen der es macht und einen der es mit sich machen lässt!
Leute! Aufwachen!